Batterie defekt?!

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  • Hallo

    Ich habe das Problem an meinem Motorrad, das es seit mehreren Monaten nicht anspringt. Ich habe es immer mit einer Powerbank zum Laufen gebracht.


    Jetzt wollte ich mir der Sache mal annehmen, da es etwas nervt.


    Die Batterie ist eine YTZ10.

    Ich habe eine Spannung von 11,8 V gemessen.

    Danach habe ich die Batterie überbrückt und die Spannung beim laufendem Motor ist 14,4 V ( Ladespannung?).


    Nach 1,5 Std fahren habe ich eine Spannung von 12,4 V gehabt.

    Einmal die Zündung angehabt, war der Wert nur noch bei 12,2 V.


    Weiss hier Jemand ob also die Batterie defekt sein könnte, oder welches Problem dahinter stecken könnte.


    Könnte ich evtl eine stärkere Batterie einbauen?



    Danke für Eure Antworten.

    LG

  • Servus,


    bei 12,x Volt ist eine Motorrad-Batterie im "Normalzustand". Das heißt aber nicht, dass Sie intakt ist. Beim Anlassen fließen im Verhältnis zur Batterie große Ströme. Es kann also sein, dass die Batterie diesen "Peak" nicht mehr abgeben kann und sie damit Defekt ist.


    Pauschal kann man das also anhand der Spannung nicht sagen.


    Konntest du die Maschine später wieder starten?


    Größere Batterie ist ein zweiseitiges Schwert. Zum einen muss die Ladefähigkeit der Lichtmaschine diese Batterie natürlich laden können und zum Anderen musst du schauen wie viel Platz vorhanden ist.

    Viele würden dir jetzt zu einer Lithium-Batterie raten - Gewichtssparend, bei ähnlicher Stärke deutlich kleiner etc... Da hab ich keine Erfahrungen mit. Man hört immer wieder von "muss regelmäßig mit einem (Lithium fähigen-) Ladegerät vollgeladen werden". Und sie sind natürlich im Verhältnis gesehen auch teurer.


    Ich würde die Batterie im Zweifelsfall einfach 1:1 tauschen - gibt die geringsten Probleme.

    • Offizieller Beitrag

    die teuren Lithium-Batterien machen meiner Meinung nach nur dort Sinn wo es auf jedes Gramm ankommt. Also eher nichts für den Normalo. Wenn du eine größere Batterie einbauen kannst, dann vermutlich (wegen der Platzverhältnisse) nur eine geringfügig größere. Das sollte kein Problem sein. Eine größere Batterie bedeutet aber nicht automatisch dass sie auch länger lebt.


    Deine Beschreibung könnte schon auf eine defekte Batterie deuten. Es gab hier schon unzählige Berichte von Spannungsproblemen, die mit einer neuen Batterie behoben wurden. Defekte Batterien kommen heute leider viel zu häufig vor (meine Meinung).

  • Wie alt ist die Batterie?

  • Hi,

    mein Gott! seit Monaten?

    Ich werd schon hibbelig, wenn ich einen Tag nicht fahren kann...


    Son Ding kostet sogar als GEL Batterie bei batterie 24.de knapp 30€, beim Kawa Händler 80€

    da würd ich gar nicht nachdenken, statt ständig zu basteln


    Gruß

    Helge

  • @ Marco: Was hast Du denn für eine Kiste?

    Die älteren ER6 Jahrgänge (meine ist ne 08er Orange) haben hohe Standbye Verbräuche, dann kannst Du die Batterie keine drei Monate ungeladen lassen.

    Denn dann hat sie mglw. schon der Tiefe-Tod, ereilt... :teufel

    Beste Grüße
    Ritsch ;)

  • die teuren Lithium-Batterien machen meiner Meinung nach nur dort Sinn wo es auf jedes Gramm ankommt. Also eher nichts für den Normalo.

    hm, also ich habe in meiner CRF 1000 ab Werk eine Lithium Batterie verbaut und schätze die sehr. Das Gewicht ist bei 260kg zweitrangig, aber das Teil hat so gut wie keine Selbstentladung. Das ist ja der große Vorteil dieser Technik. Da kannst Du immer einfach aufs Knöpfchen drücken und 1000ccm/2-Zylinder startet in 1-2 Sekunden.

    Und diese Märchen, dass sie im Winter nicht funktionieren (man list es ja immer wieder). -7°C morgens, zwei Sekunden später schnurrt der Motor als hätte es 20°C.

    Ja, die Dinger sind viel teurer als eine einfachere Batterie. Es ist auch eine Platine mit einem Haufen Elektronik in der Batterie verbaut. Und ja, es braucht ein spezielles Ladegerät. Aber das brauche ich eigentlich nicht wirklich, da so gut wie keine Selbstentladung.

    Früher oder später sind die sicher sowieso in allen neuen Mopeds in Serie verbaut.

    Bei mir kommt keine Gel oder ähnliche mehr ins Moped :bier

    2007 - 2015 Kawasaki Versys 650 Naked Bike Umbau :bye
    2015 - 2021 Honda Integra 700 DCT :bye

    2020 Honda CRF1000 Africa Twin DCT :sabber


  • @stivi: Ich gebe dir durchaus recht. Wenn ab Serie eine Lithium Batterie verbaut ist habe ich auch kein Problem damit - denn es ist alles auf diesen Batterietyp abgestimmt, u.A. auch bspw. die Lichtmaschine.


    Bei einem Motorrad, das mit einer Üblichen Bleibatterie ausgestattet vom Band gerollt ist eine Lithium nachzurüsten halte ich abseits der Straße (z.B. Rennstrecke), wo es auf jedes Gramm ankommt, für angebracht. Ich würde aber keine Lithium-Batterie in mein "Daily" Bike einbauen.


    Just my 2 Cents.


    Bevor es aber noch weiter eskaliert btt: Tausch die Batterie einfach gegen die Gleiche / eine Vergleichbare aus, ist im Zweifelsfall kein Fehler.

  • Für richtige Sparer:


    zur Not passt auch eine Batterie ausm MTD Rasenmäher, musste zwar n Draht rantüdeln weil die Kontakte anders liegen, aber funzt.

    Hab ich mal aus der Not heraus gemacht.


    Gruß

    Helge

  • @akklarin

    Die 2016 & 2017er CRF hatte eine normale Gel Batterie. Ab 2018 dann eine Lithium in Serie. Sie Lichtmaschine ist exakt die gleiche geblieben. Wir haben im Trueadventure Forum gerade dieses Thema durchgekaut, da die ersten Gel Akkus schon die Grätsche gemacht haben und hier auf Lithium gewechselt wird.


    Zum ursprünglichen Thema ist ja bereits alles gesagt worden. Günstige Batterie rein und fertig. Detlef, der Forenhändler hat auch gute preiswert im Angebot.

    Desweiteren bei längerem nichtgebrauch wirkt ein gutes Ctek Lade/Erhaltungsgerät ware Wunder.

    2007 - 2015 Kawasaki Versys 650 Naked Bike Umbau :bye
    2015 - 2021 Honda Integra 700 DCT :bye

    2020 Honda CRF1000 Africa Twin DCT :sabber


  • Hallo zusammen.


    Danke für die Antworten.

    Bj ist 2017. Also ca 4 Jahre die Batterie.

    Mittlerweile habe ich auch den Kriechstrom geprüft.... fällt nix ab.

    Wird wohl dann die Batterie sein.

    Egal, kauf ich halt ne neue Batterie. :]


    Wollte mich halt mal mit dem Thema beschäftigen. Und durch die Powerbank konnte ich natürluch auch immer fahren. War also kein großes Problem. 👍

  • Was Du immer gemessen hast, ist die Leerlaufspannung der Batterie. Interessant ist für das Starten aber die Spannung unter Last. Wie bereits gesagt, zieht der Anlasser einiges an Strom, so zwischen 80 A und 100 A. Wenn die Batterie so viel Strom liefern muss, geht immer die Spannung runter, ist nur die Frage, wie weit. Da der Anlasser Leistung zum Drehen des Motors braucht, sind halt Spannung und Stromstärke erforderlich. 100 A x 12 V = 1200 W oder 1,2 kw. Bricht die Spannung bei entnommenen 100 A auf z.B. 8 V ein, sind es nur noch 800 W. Miss also mal die Spannung, während der Anlasser dreht. Gibt es häufiger, dass die Leerlaufspannung noch im Rahmen ist, die Spannung aber unter Last drastisch einbricht.


    Lithium-Batterien machen bei der Erna wenig Sinn. Sparen zwar einige kg für wenige Euro, haben aber eine erheblich kleinere Kapazität, als die Bleiakkus. Statt ca. 10 Ah bei einem Bleiakku hat eine Lithiumbatterie nur rund 2,6 Ah. Bauartbedingt kann sie trotz der sehr geringen Kapazität einen hohen Strom zur Verfügung stellen und daher den Anlasser drehen. Ist aber bei geringer Stromentnahme wie sie z.B. die ersten Er6 auch ausgeschaltet hatten in 1/4 der Zeit leer, wie eine Bleibatterie.

  • Kann mich nicht beklagen, meine tun seit Jahren in allen Bikes klaglos Dienst.

    Wer Batteriepflege ohnehin betreibt, kann darüber nachdenken, wenn er nicht bei deutlichen Minusgraden längere Standzeiten hat.

    Umgekehrt ist der Vorteil, das die Lithiumbatterie bauartbedingt und durch die geringere Kapazität viel schneller die Ladeschlussspannung erreicht und damit eigentlich sogar eher kurzstreckentauglich ist.

    Die GN250 mit der schwächlichen Lima startet seit Verwendung einer Lithium-Batterie um Welten besser und zuverlässiger. Früher hat sich der Säureakku durch ausschließlichen und gelegentlichen Kurzstreckenverkehr in der Sasison halt immer weiter entladen bzw. wurde durch die Lima nie voll aufgeladen. Das Problem gibt es nun nicht mehr.

    Auch bei den zwischenzeitlichen Startschwierigkeiten der uHu hat sich das schnelle Aufladen wenn der Motor dann läuft sehr bewährt.

    Hat halt alles immer seine drei bis viele Seiten ...

  • Wäre das egal, ob ich eine Batterie mit weniger A nehmen würde?


    Es ist ja die Yuosa ytz10 s, mit 12V 8,6 ah und 190 A verbaut.


    Ich würde mir jetzt die Accurat YTZ 10 - s holen. Die hat 9ah und 130 A.


    Wäre das trotzdem ok? Hat da Jemand Erfahrung?

  • 130 A Startstromleistung sind halt nicht üppig, wenn der Anlasser runde 100 A zieht. Lass die Batterie mal nicht mehr ganz voll, kalt, oder beides sein. Beides reduziert den möglichen Maximalstrom der Batterie. Dann ist schnell Schluss mit einem sicheren Start. Also lieber bei einer YUASA bleiben.


    Wie Micha geschrieben hat, die Lithium-Batterien stellen bauartbedingt einen enormen Startstrom zur Verfügung, ohne an Spannung einzubüßen. Damit kann der Anlasser richtig Leistung abgeben und dreht den Motor entsprechend schnell, was meist zu einem besseren Startverhalten führt. Nachteil ist hat die geringere Kapazität.

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