Batterie Yuasa YTZ10

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  • Hallo zusammen,


    Ich möchte über den Winter die Ladung meiner Batterie mit einem Batterieladegerät aufrechterhalten.


    Ab Werk (Bj. 2020) wurde eine Yuasa YTZ10 mit der Angabe CCA 165 (Kaltstartfähigkeit) verbaut.


    Es gibt keinen Hinweis ob es sich um eine GEL oder AGM Battrie handelt.


    Selbst auf der Homepage des Herstellers finde ich diese Batterie (mit der Bezeichnung) nicht.

    Dort werden nur Yuasa YTZ10S mit 190 CCA aufgeführt.


    Kann mir evtl. jemand weiterhelfen, der vor selbigem Problem stand oder mir sagen was ich nicht verstehe bzw. übersehen habe.


    Laden möchte ich die Batterie mit einem CTEK MXS 5.0 EU.

    Stellt sich jetzt die Frage auf welchem Modus das Ladegerät gestellt werden muss, Motorrad mit oder ohne AMG Modus?


    Vielen Dank und ✌🏼 zum Gruß

    Einmal editiert, zuletzt von leche-fria ()

  • Kawa_Jochen

    Hat das Thema freigeschaltet.
    • Offizieller Beitrag

    Hallo und Willkommen hier im Forum!!!

    ...Es gibt keinen Hinweis ob es sich um eine GEL oder AGM Battrie handelt...

    und um dich noch mehr zu verwirren hier der Link zu Polo. Danach handelt es sich bei der YTZ10S um eine "AGM Gel-Batterie".


    Ich kenne das CTEK nicht. Kann man da manuell zwischen Gel und AGM umschalten?

  • Ups, tschuljung bitte.


    Entscheidend ist nur die Serie.

    YTZ hat AGM Separatoren


    Hochleistungsfähige YTZ-Batterien von GS YUASA
    Weltweit führende Erstausstatter verwenden die YTZ-Batterie, da sie viele Vorteile bietet: eine bis zu 30% höhere Kaltstartfähigkeit, bis zu dreimal...
    www.yuasa.de

  • Hallo,


    zum Verständnis mal ganz von vorne.

    Eine Batterie entlädt sich aus zwei Gründen:


    1) Selbstentladung (je nach Batterietyp und Zustand unterschiedlich hoch)

    2) Ein Verbraucher zieht Strom


    Eine zu tief entladene Batterie nimmt auf jeden Fall Schaden. Wieder je nach Batterietyp unterschiedlich stark.


    Wenn du also die Batterie über Winter eingebaut in deiner Erna läßt, wird sie durch die Selbstentladung und den Verbrauch der Erna entladen. Die alte ER6 ist dafür bekannt, dass sie selbst ohne eingeschaltete Zündung erheblich Strom zieht. Die macht jede Batterie in null Komma nix leer. Wie es bei der neuen ist, weiß ich nicht. Bleibt die Batterie eingebaut, kommt zur unvermeidlichen Selbstentladung noch die Stromentnahme vom Mopped.

    Die Höhe der Selbstentladung hängt von Bauart und Zustand der Batterie sowie der Lagertemperatur ab.

    Da die Selbstentladung einer modernen, halbwegs gesunden und bei niedrigen Temperaturen gelagerte Batterie gering ist, wird sie über Winter nur wenig der eingeladenen Kapazität verlieren. Das sagt YUASA dazu:


    Eine bei 0 °C gelagerte AGM-Batterie beispielsweise behält 6 Monate lang 90 % ihrer Kapazität. Wird dieselbe Batterie bei 40 °C gelagert, verliert sie innerhalb von 4 Monaten 50 % ihrer Kapazität.


    Ich baue die Batterien daher aus, stelle sie in den Keller und hänge sie einige Tage vor dem Einbau einfach an ein Ladegerät. Fertig.

    An Hand der Leerlaufspannung kannst du den Ladestand der Batterie erkennen. YUASA sagt für AMG-Batterien:


    00,00 V - 11.00 V - Tiefentladung, Batterie vermutlich beschädigt

    11.00 V - 12.50 V - Ladung < 75 %

    12.50 V - 12.80 V - Ladung 75 % bis 100 %

    12.80 V - 13.00 V - Ladung 100 %


    Wenn ich es richtig sehe, kann dein Lader alle Arten von Bleibatterien in allen erdenklichen Ladearten automatisch erkennen.

    Er sollte also mit jeder eingebauten Bleibatterie zurecht kommen und diese sicher und schonend voll bekommen / halten.


    So mal im Groben zu Bleibatterien.

    LiFePo4 Zellen wären wieder ein anderes Thema.

  • Hallo und Willkommen hier im Forum!!!

    und um dich noch mehr zu verwirren hier der Link zu Polo. Danach handelt es sich bei der YTZ10S um eine "AGM Gel-Batterie".


    Ich kenne das CTEK nicht. Kann man da manuell zwischen Gel und AGM umschalten?

    danke für’s aufnehmen :hi


    Ja wie du es angekündigt hast :irre

    AMG GEL Batterie :/


    Bei GEL Batterien werden doch Elektrolyten durch Kieselsäure gebunden, was den Elektrolyten eindickt wie GEL halt.


    Bei AGM (Absorbent Glass Mat) werden die Elektrolyten in Glasfaservlies gebunden.


    Also eine Batterie mit GEL und Glasfaservlies in einem gibt es meines Wissens nicht :D


    Ich habe mittlerweile eine Antwort vom Hersteller. Meine verbaute Batterie YTZ10 kann wohl nur über Kawasaki Fachhändler bezogen werden.

    Im After Market (Ersatzteil) steht dafür das Modell YTZ10S mit höherer CCA (Kaltstartstrom) zur Verfügung. Beide Batterietypen YTZ10 / YTZ10S sind Modelle mit AGM Technologie.


    Warum einfach, wenn man es auch kompliziert machen kann. 8)


    Danke für eure Unterstützung.


    LG

  • Richtig. Ich würde aber schon gerne wissen ob ich den Modus AGM zuschalten muss oder nicht.

    Denn im Vergleich zu zu den anderen (14,4 V und 0,8 A) Varianten lädt man AGM Batterien mit 14,7 V und 5 A, um zum einen die Batterie auch vollständig zu laden und den erforderlichen Ladestrom für die Desulfatisierung von den Platten zu gewährleistet. Ich habe noch nicht verstanden, ob das CTEK Ladegeräte erkennt ob es ein GEL oder AGM Batterie ist. Eine GEL Batterie würde bei 14,7 V / 5 A beginnen zu gasen. Wenn das Ladegerät das erkennt wieso dann die Einstellmöglichkeiten des zusätzlichen Modus? :0plan

  • Leider alles nicht so ganz einfach mit dem Laden von Akkus......


    der "optimale" Ladevorgang ist für jede Bauweise eines Akkus anders. Spielt aber für das einfache Nachladen einer Bleibatterie keine wirkliche Rolle. Wichtig ist nur, dass die Grenze dessen, was ein Akku verdauen kann nicht überschritten wird. Alles andere kostet nur Zeit, oder du verlierst die letzten paar % Kapazität die nicht eingeladen werden.


    Ladestrom / Laderate:

    Mit wie viel Strom ein Akku geladen werden kann, hängt von seiner Größe (Kapazität) und Bauart ab. Die Laderate nennt sich "C".

    Hat ein Akku z.B. 10 Ah Kapazität und kann mit 1C geladen werden, darf der Ladestrom 10 A betragen. Ist wichtig zu wissen, wenn das Teil schnell wieder voll sein soll. Die YTZ10S hat glaube ich 9,1 Ah. Bleibatterien vertragen auf Grund eines recht hohen Innenwiderstandes nur eine geringe C-Rate. Für die YTZ10S gibt YUASA als Normalladung 0,9 A und als Schnellladung 4,5 A an, also 0,1C bis 0,5C.


    Spannung:

    Die Spannung vom Ladegerät muss höher sein, als die Spannung der Batterie, sonst geht halt nichts rein. Auf der anderen Seite darf sie nicht zu hoch sein, sonst wird der Akku beim Laden beschädigt. LiPo Akkus können in einem solchen Fall sogar explodieren.


    Dein Ladegerät wird den Spannungsverlauf beim Laden verfolgen. Erkennt es keinen Anstieg mehr, kann der Akku keinen Strom mehr aufnehmen und hat seine Kapazitätsgrenze erreicht. Das ist bei einer "normalen" Batterie halt bei ca. 14,4 V und bei einer AGM halt bei ca. 14,7 V. Das MXS 5.0 EU bietet unterschiedliche Programme für unterschiedliche Batterietypen und Größen die man laut Anleitung auch kombinieren kann.


    Für deine kleine AGM-Batterie die laut Hersteller nur 0,9 A Ladestrom haben sollte, wäre wohl die Kombi aus:


    Programm für kleine Batterie + AGM-Modus.


    Am Anfang des Ladevorganges prüft der Lader die Batterie wohl immer auf eine Sulfatisierung und pulst den Ladestrom dann ggf.

    Das Programm für kleine Batterien begrenzt den Ladestrom und der AGM-Modus sagt dem Lader, dass die Ladespannung bei 14,7 V liegt. So geht schonend das Maximum in die Batterie. Ohne AGM-Modus bei 14,4 V wären es halt nur 90 % bis vielleicht 95 %, auch kein Beinbruch.


    Es gab früher mal Ladegeräte, die entweder eine konstante Spannung, oder einen konstanten Strom geliefert haben. Überleg mal, was passiert, wenn so eine Ladegerät ohne Rücksicht auf Verluste weiterhin 5 A in einen schon vollen Akku mit gerade einmal 9,1 Ah Kapazität quetscht. Die Energie muss ja irgendwo hin, der Akku kann sie nicht mehr aufnehmen, also wird Wärme daraus, viel Wärme. Daher die Angaben der Hersteller mit Strom und Zeit. Bei konstanter Spannung geht einfach der Ladestrom zurück, je voller der Akku ist. Dein Lader erkennt das alles und passt den Ladestrom / den Strom zur Erhaltung der Ladung entsprechend an.


    Das "automatische Erkennen" war ein Irrtum von mir, sorry. Das MXS 5.0 EU ist ein Programmlader, also das oben genannte Programm einstellen.

  • @ Jörg: Das mit den hohen Standbye der 2005 - 2008er Modelle kann ich für meine 07er Orange nur bestätigen.

    ZuAllermindest: Batterie im Mopped über den Winter abklemmen.

    Besser: Ausbauen, wie Du es oben beschrieben hast. :yeah:

    Hatte mir vorletztes Jahr, bei Detlef eine Lion geholt u. gedacht: Basst scho... :egal

    War natürlich nach dem Carport Winter Tot.

    Glücklicherweise hatte meine Autowerkstatt ein neues Ladegerät, was auch Lion kann angeschafft, das konnte ihr wieder Energie einflüstern. :heiss

    @ All: Zumindest bei den bis 08er Modellen, fürs Einwintern, MINDESTENS eine Pol der Batterie abklemmen u. am besten auch nochma extern laden. :peace

    Beste Grüße
    Ritsch ;)

  • LiIon und erst recht LiFePo bekommt Frost nicht gut. Geht auf die Kapazität und in entladenem Zustand auch mal den Gnadenschuß.

    Ich war schon immer für's Reparieren und Erhalten, nennt man heute wohl Nachhaltigkeit.

    Egal welcher Akkutyp sollte ohne Verbraucher im Winter trocken so bei 5 - 20 Grad stehen, notfalls halt ausbauen, wie Jörg ja schon anführte.

    Wer mag, nimmt ein billiges Erhaltungsladegerät, wer sorgsamer ist, prüft alle paar Wochen Ladezustand und lädt gegebenenfalls nach. Ganz grob macht man mit einer Teilkapazität von 70-90% nix groß verkehrt.

    Zum Saisonsstart mit 0,4 bis 0,8 A bis zur jeweiligen Ladeschlussspannung geduldig laden oder ein Programmladegerät verwenden, dann sollte alles gut sein.

    Ich kontrolliere Akkus gerne mit einem Labornetzgerät. Aus dem Strombedarf in Abhängigkeit von der Spannung lässt sich oft der Zustand einschätzen.

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