Hinterradbremse mit Totalausfall

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  • Hallo zusammen!


    Es geht um meine Erna, Baujahr 2007, bei gerade Mal 20000 km. Bisher einwandfrei, jetzt gibt's das erste Problem.


    Ich habe hier schon ein paar Sachen darüber gelesen, werde aber nicht uneingeschränkt schlau.
    Vielleicht könnt ihr mir was zu sagen, was ich zu befürchten habe, bin selbst nicht der Wahnsinns-Bastler...


    Was ich gemacht habe, einfach in Stichworten:


    Wechsel der Bremsflüssigkeit - alles problemlos - guter Druckpunkt im Stillstand nach Wechsel - Probefahrt mit Vollbremsung -> einwandfrei mit ABS.
    Am Rückweg plötzlich null Bremswirkung hinten, vorne alles gut. Seither hinten Totalausfall, Bremspedal geht ohne Widerstand komplett leer durch.
    Nochmal Flüssigkeitswechsel versucht, aber: An der Entlüftungsschraube kommt nichts mehr raus. Weder durch Saugen, noch durch Pumpen. Auch im Behälter ändert sich überhaupt nichts. Nach dem Absaugversuch an der Schraube, war auch im Bereich des Bremspedal einige Male ein Zischen zu hören.
    Die Entlüftungsschraube selber ist nicht verlegt! Wenn man dort "reinbläst", kommt die Luft schon im Flüssigkeitsbehälter raus.


    Meine Gedanken dazu:
    Wenn das ABS Modul hinüber ist, kann dann die Luft retour kommen, aber keine Flüssigkeit an der Bremse raus kommen? Darf dann nicht eigentlich in beide Richtungen nichts gehen?


    Wenn ich die Bremspumpe zerlege, und da etwas kaputt ist, erkenne ich das als Laie? Oder ist es sinnvoller, einfach eine neue einzubauen, zumal sie sowieso gewartet werden sollte?


    Ich habe leider auch noch nichts dazu gefunden, wo das ABS Modul liegt, um es für eine Prüfung zu umgehen.


    Ich habe auch noch die Original Bremsleitungen, falls das interessant ist.


    Habt ihr ein paar gute Ideen oder Tips für mich?


    Danke im Vorraus!!

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  • wenn das abs modul kaputt ist, hast du einfach nur kein abs mehr - dein hinterreifen blockiert.


    für mich hört sich das an, als hättest du luft im system. - vermute aber, dass anhand deiner beschreibung alles richtig gemacht wurde.


    versuch mal vorsichtig während der fahrt (beim rollen auf dem hof) öfter die bremse zu treten - hat damals bei meiner vorderbremse geholfen :irre

    Wenn ich sterbe, dann hoffentlich nicht auf einem Motorrad :grmpf:


    Meine Arbeit sieht vielleicht nicht Professionell aus, gibt aber immer 110% her :irre::jester

  • Hi.
    Den Eintrag kenn ich, und hab ich auch schon durchgelesen.
    Aber es hilft mir für mein Verständnis leider nicht...
    Die Sache mit dem Schlauch zB: Aussaugen geht nicht, aber Retourblasen geht schon. Ist das irgendwie ein Hinweis auf ein Problem mit dem ABS Modul?
    Für mich wäre nur logisch: Schlauch dicht oder nicht, Ventil zu und blockiert, oder eben nicht...

  • Laut gedacht: Leitung zugequollen!?


    Stelle mir das wie ein Rückschlagventil vor, das nur in eine Richtung durchlass hat.
    Das ABS- Modul kannst du jedenfalls vor Ort auslesen. Damit kannst du das schon mal ausschliessen!

    .... Und immer Kette links& Gummi unten!

  • Hmmm, ich will dir nicht zu nahe treten und bin eigentlich auch ei Fan von selber machen, was geht, aber bei der Bremse sollte man als Laie dann doch jemanden hinzuziehen, der sich auskennt. Spätestens, wenn ich vermeintlich alles richtig gemacht habe, die Bremse aber dann vollkommen ohne Wirkung ist, würde ich erstmal nicht mehr alleine daran weitermachen.

  • Du hast nach eigener Beschreibung reichlich Luft in das System eingebracht. Lass es bitte einfach vom Fachmann/-frau befüllen. Solltest du bei der Probefahrt Luft in den ABS-Block eingebracht haben wird es halt ein Stück aufwändiger, sprich teurer. Über die eventuellen Probleme beim Entlüften des ABS-Systems haben wir uns in diesem Forum seitenweise ausgelassen. Meistens geht es gut, wenn nicht muss man genau wissen was man tut. Ich habe schon Restluftbläschen aus ER/Versys Bremsen geholt, die gerade aus der Werkstatt kamen.


    Zitat

    Vielleicht könnt ihr mir was zu sagen, was ich zu befürchten habe, bin selbst nicht der Wahnsinns-Bastler...

    Du musst jetzt leider zur Kenntnis nehmen, dass du mit dieser Aussage die Bremsanlage gar nicht, jedenfalls nicht ohne Unterstützung anpacken solltest. Wenn man keine Ahnung hat ist das nicht schlimm, jeder fängt an. Wissen aneigenen, vorbereiten, akkurat durchführen und jeden Arbeitsschritt dreimal kontrollieren weil man ja Anfänger ist, wird trotzdem zu Fehlern führen aus denen wir dann lernen. In ein System "Retourblasen" als Diagnose anzuwenden heißt nur, dass dir die Technik irgendwie egal zu sein scheint und akkurates Arbeiten an und für sich nicht so deins ist ...


    Jedenfalls ist das mein Eindruck.

    Gruß Micha :thumbup:
    "Der Reitwagen": Siegen, stürzen oder Defekt vortäuschen!
    Es gibt keine Wahrheit, nur Spaß oder kein Spaß!

    > Eilige ERna

    >ERnas Basteltipps!

    2 Mal editiert, zuletzt von Kai Zen ()

  • Die Entlüftungsschraube selber ist nicht verlegt! Wenn man dort "reinbläst", kommt die Luft schon im Flüssigkeitsbehälter raus.



    Wie jetzt?! Wenn man da "reinbläst" ? 8o
    Wieso zum Teufel tust du denn in dein Bremssystem absichtlich Luft pumpen?



    Vielleicht hilft es weiter wenn du mal genau beschreibst wie du bei dem Bremsflüssigkeitswechsel vorgegangen bist.
    Wenn man das richtig macht kann da gar keine Luft ins System eingefügt werden.

  • mal ne kleine Anregung, was ich(!!) tun würde...


    Im Netz nach Stahlflex-Bremsleitungen mit ABE schauen
    Anbieter gibt es genug, auch hier im Forum ganze Threads mit Hinweisen zum wechseln.
    Ich hab seinerzeit glaube ich keine 120 Eu bezahlt und mit meinem Hersteller guten Kontakt gehabt, als etwas nicht passte.


    Wenn die geliefert sind, würde ich den ganzen alten Rödel nach und nach runterbauen und die Stahlflex drauf.
    Danach in aller Ruhe und Sorgfalt das System wieder befüllen, entlüften und hoffen.


    Hintergrund:
    Meines Wissens schreibt selbst Kawa den Wechsel der Bremsleitungen nach 5 Jahren vor. Vielleicht empfehlen sie auch nur, hab das grad nicht so genau auf dem Schirm.
    Über Sinn und Unsinn, wieso und warum, kann man sich an anderer Stelle streiten.
    Hier sind wir bei 10 Jahren, also dezent drüber.


    Als ich vor Jahren an meiner f es so getan habe, war ich auf dem Thema auch neu.
    Nicht das ich noch nie Werkzeug in der Hand hatte, aber an den Bremsen war ich bis dato noch nicht.
    Aber, und so ehrlich müssen auch die alten Schrauber hier sein, es ist auch keine Arbeit, für die man studiert haben müsste.
    Deswegen würde ich(!!) es auch immer wieder so machen.


    Was zwingend vorhanden sein muss, ist Respekt und ne Portion Hirn. (Was ich grundsätzlich mal niemandem abspreche!)
    Zum nachdenken, vor, während und nach der Arbeit.
    Wenn das der Fall ist, kann immer noch genug schief gehen.


    vb

  • Was ich nicht tun würde.


    Wenn ich ewas lebenswichtige wie bremsen verpuscht habe einfach weitererkeln bis es anscheinend funktioniert.


    Da hole ihc mir lieber hilfe. Unsere ER hat am Dienstag iher Jahreswartung mit neuer Bremsflüssigkeit bekommen.


    Das hat grade mal 200 Euro gekostet. Soiel ist es mir allemal wert. :p


    Ich denke mir immer das man die Arbeiten machen kann wo es unkritisch ist ein subopimales ergebnis zu erzielen.


    Bei lebenswichtigen teilen sollte der monteur wissen was er tut.


    Stellt euch mal vor was passiert wenn beide Bremsleitungen luft enthalten und eine Kindergarten vor euch die Strasse überquert. :beule


    Das alles damit mann ein paar euro gespart hat oder eine Stunde nicht gelangweit wurde. ;(

  • Klar soll er danach nicht zum testen mit 200 über die Bahn fahren, aber wenn man deinen Gedanken so weiter führt, ist doch selbst ein Verkleidungsteil ein Lebenswichtiges. Stell dir mal vor du verlierst eins während der fahrt und es schlägt dem hintermann den Kopf ab.


    Jeder wie er meint und kann, darum geht es hier ja auch gar nicht, ob/warum man etwas an seinem Motorrad schrauben sollte.


    ich denke nur, wenn er es selber macht, soll er es auch vernümftig machen - das steht aber sicherlich auch in seinem Interesse :hi

    Wenn ich sterbe, dann hoffentlich nicht auf einem Motorrad :grmpf:


    Meine Arbeit sieht vielleicht nicht Professionell aus, gibt aber immer 110% her :irre::jester


  • Leider ist es in manchen Werkstätten auch nicht so das der Mechaniker weiß was er tut. Ich hatte die Honda meiner Frau in der Werkstatt um ein elektrischen Anschluss von Scheisse auf gut zu ändern. Danach hatte ich einen Werkstatt aufenthalt bei Honda für etwas mehr als 400,- €uro!
    Der erste hat die 400,- zwar übernommen, aber die Zeit und den Ärger hatte ich.
    Wenn man sich etwas zutraut kann man es auch machen aber im eigenem Interesse sollte immer die Sorgfaltspflicht beachtet werden.

  • Wenn man es aber verpfuscht ist spätenstens die suche nach kompetenter Hilfe angesagt.


    Ich traue mir zu die Bremsflüssigkeit zu wechsel ok.


    Wenn die bremse danach ausfällt habe ich anscheinend meine Fähigkeiten überschätzt! ;)

  • Aus Fehlern lernt man. Manchmal zahlt man etwas Lehrgeld, aber so sei es. Bremsanlage für meinen Teil finde ich sogar als einer der Unkritischen Teile - da man die Funktion im Stand testen kann - anders bei Ventilen, Steuerketten, Kupplung oder Getriebe - Diese müssen zwangsläufig während der Fahr getestet werden.


    Aber wie gesagt


    Jeder wie er meint und kann, darum geht es hier ja auch gar nicht, ob/warum man etwas an seinem Motorrad schrauben sollte.

    Wenn ich sterbe, dann hoffentlich nicht auf einem Motorrad :grmpf:


    Meine Arbeit sieht vielleicht nicht Professionell aus, gibt aber immer 110% her :irre::jester

  • Wenn man es aber verpfuscht ist spätenstens die suche nach kompetenter Hilfe angesagt.


    Ich traue mir zu die Bremsflüssigkeit zu wechsel ok.


    Wenn die bremse danach ausfällt habe ich anscheinend meine Fähigkeiten überschätzt! ;)


    Bremsflüssigkeit bei einem ABS System zu wechseln ist ja schon gar nicht schlecht. Der Rest ist ja eher simple Mechanik und stellt wohl eher kein Problem dar. Bremsbeläge kann man auch im Dunkeln ohne Licht hinbekommen.

  • @ Thomas: Halte uns trotz der ganzen Diskussion, auf dem Laufenden! :herrenrunde
    Es ist auf jeden Fall Interessant, woran es letztendlich lag u. wie Du weiter vorgegangen bist. :weia
    Leider scheinen zumindest die älteren ABS'se, den Ventilblock nur zu Fluten, wenn das ABS anspricht. :egal
    Habe letztens extra mal wieder einen schön Festgefahrenen Waldweg besucht um das vordere ABS wieder richtig "durchzuspülen"!
    Das hintere rattert eh dauernd.
    Vor dem ER6-Treffen ab 07.07. in Gehlberg, wir auf jeden Fall noch die Bremsflüssigkeit gewechselt. :delicious

    Beste Grüße
    Ritsch ;)

  • erschreckend was man so liest :confused: entweder ein verspäteter April Scherz oder du hast absolut keine Ahnung.
    Sollte das zweite der Fall sein, lass es in einer Werkstatt machen.


    Bei Bremse hört sich der Spaß auf :(


    Gesendet von meinem MotoG3 mit Tapatalk

    Nichts ist schöner, wie das Gefühl, etwas zwischen den Beinen zu haben :abfeiern


    Gruß Stefan

  • Moin,
    1. stellt sich die Frage, ob ein Defekt des ABS-Moduls nicht als Fehler im Display angezeigt werden würde (sprich: ABS-Lampe leuchtet dauerhaft)...
    2.: Aussage diverser Fachleute: defektes ABS dürfte keine Auswirkung auf die Funktion der Bremse an sich haben
    Ergo tippe ich auf entweder Luft im System oder auf einen mechanischen Defekt zwischen Bremspedal und Pumpe