Drehzahl springt bei starkem Beschleunigen

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  • Hallo alle,


    ich freue mich immer wieder ueber teilweise sehrgute technische Erklaerungen, welche ich hier im Forum finde, die Bestimmte Aspekte des Motorrad(fahrens) erklaeren.


    Ich hoffe, dass einer von Euch Experten mir vielleicht folgendes Erlaeutern kann:


    Wenn ich stark Beschleunige (Ampel oder Ortsausgang, alles frei :daumenhoch: ) und dann in den naechsten Gang schalte (schnelles Schalten, Kupplung nur ganz kurz durchziehen, Gas minimal zurueck nehmen) faellt dei Drehzahl nicht/kaum. Erst wenn ich etwas Gas wegnehme gibt es ploetzlich einen Drehzahlsprung (den man natuerlich dann auch bim fahren/beschleunigen spuert).


    Kupplung ist richtig eingestellt (hoffe ich, habe 2-3mm Spiel, bevor der 'Kupplungshebel' am Motor der Bewegung des Kuppungshebels am Lenker folgt).
    Such hat mir nicht weiter geholfen (vielleicht fehlte mir auch einfach nur der korrekte Suchbegriff).
    Wuerde mich freuen, wenn mich jemand erleuchten koennte :0plan


    Dreht die Kupplung durch? Motorrad fuehlt sich stabil an, sonst haette ich gedacht, dass evtl. das Rad durchdreht.
    Drehzahl schnellt andererseits aber auch nicht nach oben, womit ich in beiden obrigen Faellen rechnen wuerde, sondern bleibt stabil (ist mir jetzt 2 mal bei so 9-10 tausend Umdrehungen aufgefallen/passiert).

    Einmal editiert, zuletzt von Marcus000 () aus folgendem Grund: Ueberschrift war nicht ganz passend

  • Die Kupplungsfedern sind nicht die kräftigsten bei uns.
    Da können aber andere mehr zu sagen....


    Btw 10000 rpm braucht aber doch kein Mensch im normalen Verkehr :rolleyes:


    Bei Deinem Fahrstil brauchst Du eh bald ne neue Kupplung, also direkt verstärkte Federn reinmachen. :thumbup:..... hört sich bissl nach rutschender Kupplung an....


    Tip: schalte spätestens bei 8500. Ich glaube, da ist das Drehmoment besser zwischen 6800 und 8500 als oberhalb von 9000

  • Du hast dir doch die Frage schon teilweise beantwortet ;)


    Je schneller du kuppelst desto weniger hat der Motor zeit die Drehzahl zu senken. Da du dabei ja scheinbar auch das Gas hälst bleibt der Motor entsprechend weit oben in der Drehzahl. (Nannte sich früher mal Zwischengas)
    Wird dann auch noch in den oberen Gängen bei Höherer Drehzahl geschaltet sind die Drehzahlsprünge auch entsprechend kleiner.
    Die Kupplungsfedern haben in diesme Fall eher ne sekundäre Natur, wenn die Kupplung rustchen würde, würde beim Beschleunigen zwar die Drehzahl hochgehen, jedoch die Geschwindigkeit nicht bzw unproportional zur Drehzahl.


    Dieses ist ja u.a. auch das Ziel des Schaltens ohne Kupplung bzw Schaltautomaten, nämlich die Schaltzeit soweit zu verkleinern das die Drehzahl möglichst auf dem gleichen Level gehalten wird und in Verbindung mit der entsprechenden Drehzahl der Übersetzungssprung möglichst klein gehalten wird.


    Wie Friemel aber auch schon passend schreibt, Drehzahl ist nicht alles, entscheidend ist für einen schnellen, Verlustarmen Vortieb immer dann zu schalten wenn das Max.Drehmoment erreicht ist. Dafür haben die Supersportler dann Schaltblitze die Anzeigen, wann der Optimale Bereich zum Schalten erreicht ist.

  • Wenn ich ohne Kupplung schalte, fällt die Drehzahl normalerweise schon....
    Jetzt ist halt die Frage, wie genau die Sprünge wahrgenommen werden. Gleich bleibt die Drehzahl nie.
    Sie wird nur als annähernd gleich wahrgenommen, wenn man 1/10 Sek schaltet im Verhältnis zu 5/10. Hierbei kommt noch der Geschwindigkeitsverlust durch die Kraftunterbrechung hinzu.

  • Ja, normalerweise drehe ich nicht so hoch. Ist also nicht gerade Alltagssituation.


    Nachdem es aber einmal vorgekommen ist habe ich es bewusst ncoh einmal ausprobiert als die Strecke frei war und es war reproduzierbar, daher wollte ich gerne wissen, was da passiert.


    Kupplungsrutschen klang irgendwie logisch, da bei reduzierung des Gases dann ein 'Sprung' in der Drehzahl kam.
    Ich konnte es mir nur irgendwie nicht wirklich vorstellen, dass die Kupplung so 'leicht' rutsch.


    Habe die Erna gebraucht gekauft und kann daher nicht sagen, wie die Kupplung die ersten 10k km behandelt wurde. Sollte ich mir Sorgen machen? Gibt es einen Test die Abnutzung der Kupplung zu Beurteilen (ich kann mich daran erinnern beim Auto mal was gelesen zu haben in Gang X langsam einkuppeln sollte nicht abwuergen aber in Gang Y sollte den Motor abwuergen ... bin mir aber nicht sicher ob mich so ein Versuch nicht den Asphalt kuessen laesst :whistling: )
    Anonsten habe ich keine Probleme mit der Kupplung und wuerde es dann einfach auf sich beruhen lassen (war halt nur neugierig und moechte gerne die Technik verstehen).

  • Wenn du beim kuppeln das Gas hälst bzw. auch bewusst oder unbewusst den Gashahn drehst wird die Drehzahl nixht abfallen.
    nimmst du das Gas weg ist natürlich durch den getrieberadsprung und die übersetzungsdifferenz die Drehzahl geringer sofern du hoch schaltest. umgekehrt geht die Drehzahl beim runter schalten nach oben

  • Beim Auto lässt sich Kupplungsverschleiß testen, indem man die Handbremse zieht, in den zweiten schaltet und langsam ohne Gas kommen lässt. Geht der Motor kurz hinterm Schleifpunkt (das Fahrwerk verspannt sich hier merklich mit der gezogenen Bremse) aus, passen die Beläge noch. Bleibt der Motor deutlich länger oder sogar bis zum vollen Einkuppeln an, sind neue fällig. Sollte man aber nicht zu oft machen, die Belastungen sind schon ziemlich groß.


    Beim Motorrad sollte es ähnlich funktionieren, statt der Handbremse wird halt die Hinterradbremse verwendet. Und schön vorsichtig einkuppeln, damit die Lager im Antriebsstrang keinen Schlag abbekommen...sonst gibts direkt die nächste Baustelle. ;)


    - Speed has never killed anyone. Suddenly becoming stationary, that's what gets you. -
    (Jeremy Clarkson)

  • Hatte das Getriebe der ER immer als rel. gut abgestimmt in Erinnerung, sprich rel. eng gestuft.
    Darum konnte man mit dem Motorrad (und besonders mit der Versys) auch wesentlich größeren Maschinen ordentlich einen einschenken.
    Wenn man dann noch beim Schalten immer vor dem Wechsel ein wenig Last auf den Schalthebel legte, konnte man die Gönge sehr flott durchsteppen. Hierbei kam immer ein wenig "Schaltautomat-Feeling" auf und grad wenn es beim Beschleinigen pressierte, wirkte es subjektiv, als würde der Motor am Gummiband hochgezogen.
    Eine rutschende Kupplung dagegen ist was anderes. Da jault der Motor hörbar auf, ohne dass sich die Geschwindigleit ändert.
    Insofern...enjoy riding with Kawasaki Heavy Industries

    There is a butt for every seat

  • Wird hier aus- und einkuppeln verwechselt? Aus meiner Logik machen die beschriebenen Tests eher sinn wenn man bei gezogener Bremse AUSkuppelt und nicht EINkuppelt. Vielleicht kab ich da aber auch nen Knoten im Hirn?! :wacko:

  • DANKE 8o


    Damit hat sich ein bereits länger bestehender Koten gelöst. Also hat das EINkuppeln seine Bezeichnung daher das der Kraftschluss hergestellt wird und nicht daher das die Kupplung (Trennung des Getriebes) sozusagen EINgeschaltet wird.


    :thumbsup:

  • Um bei gezogener Bremse auszukuppeln, muss die Kupplung vorher logischerweise geschlossen gewesen sein. Wenn das Motorrad steht, führt das aber (sofern der Test oben positiv verläuft) zum Absterben des Motors, folglich dreht sich die Kupplung nicht mehr und kann auch nicht mehr durch rutschen. ;) Also bei arretiertem Stillstand einkuppeln und gucken was passiert.


    Edit: da hatte der Thread wohl Ladehemmungen, die Frage war ja schon geklärt... :whistling:


    - Speed has never killed anyone. Suddenly becoming stationary, that's what gets you. -
    (Jeremy Clarkson)

  • Sieht leider schlecht aus.


    Habe das Bike aufgebockt und dann im zweiten Gang die hintere Bremse betaetigt. Motor ist sofort abgestorben.


    Allerdings konnte ich jetzt folgendes (wiederholt) provozieren.
    Bei etwa 6000U/min vollgas geben, dann geht die Drehzahl direkt auf 10k U/min, Geschwindigkeit folgt langsam.
    Denke das war der Grund, warum ich immer bei 10k war. Wenn ich mal stark beschleunige bin ich sofort bei 10k U/min.


    Werde also wohl oder uebel in die Werkstatt muessen.


    Hat jemand mit sowas schon Erfahrung?
    Sollte ich nur die Kupplungsfedern wechseln lassen oder lieber gleich mehr?
    Koennte es auch etwas anderes sein?
    Wenn schon offen was sollte man am besten gleich mitmachen lassen (BJ 2013, 15k km, bisher nur uebliche Inspektionen)?

  • Das die karre ausgeht wenn du auf die Bremse drückst ist ja okay.
    Versuchen solltest du folgendes:
    Hinterradbremse durch Drücken. Im stand natürlich.
    Dann im zweiten Gang mit ganz bisschen Gas einkuppeln. Dabei sollte sie sofort absterben. Wenn Sie anbleibt hast du nen Problem.


    In welchem Gang gibst du denn bei 6k Gas das die Kupplung rutscht?

  • Dieses Problem habe ich auch:

    Heute wiederholt produziert:

    Ich fahre im 4.Gang , ca 5000-6000 rpm

    Dann Vollgas: die Drehzahl geht hoch bis in den Begrenzer ,die Geschwindigkeit nicht....

    Im 5.Gang erst bei ca 8000rpm , dann schnellt die Drehzahl in den Begrenzer, die Geschwindihkeit nicht.


    Wenn ich sanft am Hahn drehe, dann geht es


    Bj 2013, 30.000km Ölwechsel letztes Jahr, vor ca 3.000 km


    Tipps?

    Marcus000 : Wie war deine Lösung?

    Wer bin ich, und wenn ja, wie viele ?

  • Okay danke, mache ich dann gleich nächste Woche.


    Ich bin schon froh, das es wohl ein relativ "normales" bzw "gängiges" Problem ist.

    Deshalb wollte ich auch kein extra Thread eröffnen, aber fragen musste ich.


    Danke , habe fertig.

    LG Frengor

    Wer bin ich, und wenn ja, wie viele ?

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